About

Im Jahr 2006 entstand in Berlin die Idee zu einem Projekt, das Kunst auf unkonventionelle Weise in die Öffentlichkeit tragen will. Anstoß gab eine in den Medien diskutierte strafrechtliche Gleichstellung von Plakatieren im öffentlichen Raum und dem Sprühen von Graffiti.
Da das Plakatieren jedoch ein fester Bestandteil der Urban Art ist, suchte die Künstlerin Aisha Ronniger nach alternativen Wegen, um ebenfalls im öffentlichen Raum aktiv zu sein, ohne sich dabei auf bestimmte Zielgruppen zu konzentrieren. Somit wurde schließlich das Konzept Papergirl geboren. Namentlich an die US-amerikanischen Paperboys angelehnt, sollten statt Zeitungen nunmehr Kunstwerke vom Fahrrad aus verteilt werden. Jedoch keineswegs an feste Abonnenten, sondern eben an zufällige Passanten – ganz im Sinne der Street Art.

» 1 'Open Call'

In einem 'Open Call' via Internet, Mundpropaganda und Flyern werden Kunstwerke verschiedenster Menschen, unabhängig von Alter, Bildung oder Begabung gesammelt. Egal ob hoch gefeierter Künstler oder kreativer Laie, jeder kann mitmachen! Es können Zeichnungen, Fotografien, Texte, Bilder, Sticker, Postkarten o.Ä. eingesendet werden. Wichtig ist, dass die Kunstwerke aus Papier sind und später aufgerollt werden können. Technische oder thematische Vorgaben gibt es nicht, ausserdem kann jeder bis zu 5 verschiedene Beiträge einsenden.Der 'Open Call' ist auf eine Zeit von 12 Wochen befristet.

» 2 'Exhibition'

Anschließend erfolgt die Ausstellung, in der alle Werke jedes Künstlers aufgehangen werden. Die Ausstellung wird 3 bis 7 Tage andauern

» 3 'Roll and Ride'

Nun folgt die wichtigste und eigentliche Hauptaufgabe von Papergirl: Das Verschenken der Kunstwerke in Form von Papierrollen mit dem Fahrrad in der Stadt. Hierzu werden Stapel mit bis zu 5 Kunstwerken (je nach Gesamtzahl aller Werke) verschiedener Künstler zu einer Rolle zusammengefasst. Es handelt sich ausschließlich um originale Ausführungen, nichts wird digitalisiert oder vervielfältigt. Diese werden dann, zusammen mit einer kurzen Erklärung, was Papergirl ist, an wahllose Mitmenschen auf der Straße im ganzen Tal verteilt. Hier entscheidet das Zufallsprinzip, wer eine Rolle voller Kunstüberraschung geschenkt bekommt.